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Ein neuer Kalender zur Osterkirche für das Jahr 2021

"Männer,  das ist schon gut, was Ihr da gemacht habt." - Ein neuer Kalender zur Osterkirche  für das Jahr 2021

Von Michael Gumbert

Ab Dezember schauen sich viele Menschen um, welche schönen Jahreskalender  es gibt, die  man sich für das neue Jahr zulegen kann – sei es, um ihn bei sich selber oder am Arbeitsplatz aufzuhängen, sei es, um einen solchen Kalender zu verschenken. Wenn man das Schöne dann noch mit dem Nützlichen verbinden kann – umso besser.

Einsichten

Für alle Kalender-Suchenden gibt es jetzt Grund zum Aufatmen. Denn Jürgen Engelhardt, Vorsitzender des Fördervereins Oster, hatte die Idee, neue Einsichten zur Osterkirche zu vermitteln. Und so heißt der Kalender dann auch: „Einsichten 2021“.

So ein Kalender ist ein Gemeinschaftswerk. Jürgen Engelhardt als Ideengeber hat sich daran erinnert, dass es in der Osterkirche vor Jahren mal eine sehr aktive Mediengruppe mit einigen  jungen Gemeindegliedern gab – damals von Dirk Schlegelmilch aufgebaut und geleitet. Zu Dirk gab es nach wie vor Kontakt. Dirk Schlegelmilch empfahl Robert Günzel, heute freiberuflicher Foto- und Videograf, zuvor Student der Fächer Film und Fernsehen und damals, vor Jahren, aktives Mitglied eben dieser Mediengruppe in der Osterkirche.

Gemeinsam erforschten dann Jürgen, Dirk und Robert mehrere Mal die Kirche. Sie waren überall: In den Treppenhäusern, auf den Emporen, auf dem Dachstuhl, oben bei den Glocken und beim Uhrwerk – immer auf der Suche nach neuen “Einsichten“.

Und von diesen neuen Einsichten gibt es viele: Auf dem Dachstuhl – unsichere Planken, Staub und Taubendreck und Luken, die man öffnen und durch die auf einmal von oben in den Kirchraum hineinblicken konnte. Der Orgel von oben in ihre Pfeifen reinzuschauen dürfte für alle eine neue Einsicht sein. Efeu, der von außen durch die Wand nach innen durchgewachsen ist, abbröckelnde Teile im Innenraum, sichtlich vom Zahn der Zeit angenagte Deckenleuchter – wer neue Perspektiven einnimmt, kommt zu neuen Einsichten. Und eine dieser Einsichten besteht darin, dass bei der „alten Dame“, der fast 110 Jahre alten Osterkirche, kosmetische Operationen und etwas Lack nicht mehr reichen, um die angegriffene Substanz auf Dauer zu bewahren.

Jürgen Engelhardt schrieb zu allen Fotos, die das Trio Jürgen, Dirk und Robert schließlich aus einem Fundus von um die 700 Aufnahmen für den Kalender ausgesucht hatten, Texte, damit Insider und Außenstehende verstehen können, was jeweils abgebildet ist. Korrekturgelesen und redigiert wurden diese Texte von Mila Stoitscheva – auch sie eine “Ehemalige“ von Dirk Schlegelmilchs Mediengruppe.

Aussichten

Jede Einsicht ist mit neuen Aussichten verbunden. Mit dem neuen Jahreskalender 2021 möchte der Förderverein einen Beitrag dazu leisten, dass Geld zusammenkommt, um der „alten Dame“ eine Rundum-Auffrischung ihrer Substanz zukommen zu lassen. Schwamm im Dachstuhl, ein löcheriges Dach, bröckelnder Putz, eine uralte Heizungsanlage, die man wie früher den VW-Käfer offenbar nur auf „Heiß“ oder „Kalt“ einstellen, ansonsten aber nicht vernünftig regulieren kann – es gibt viel zu tun, die Osterkirche baulich wieder in Stand zu versetzen, damit sie nach 2 Weltkriegen, Bombardierung und „Zahn der Zeit“ mit zu wenig Pflege zwischendurch wieder fit für die nächsten 50 Jahre gemacht werden kann.

Genau darum geht es. Mit dem Kalender sollen die Menschen in Gemeinde und Kiez die Gelegenheit bekommen, sich solche neuen Einsichten in das eigene Umfeld zu holen oder zu verschenken und dabei auch ein gutes Werk zu tun. Denn mit einer Spende an den Förderverein soll geholfen werden, dass Geld für die vielen Reparaturen für die Osterkirche zusammenkommt. Gemäß dem Motte „Spenden, was einem dieser Kalender wert ist“ bestimmt jede und jeder selbst, wie viel man geben kann und will. Kleiner Tipp: Bei einer Spende über 25 Euro werden die Herstellungskosten gedeckt sein und dann auch ein Plus für die Osterkirche herauskommen.

Bestellen kann man diesen Kalender „Einsichten 2021“ direkt beim Förderverein der Osterkirche / Jürgen Engelhardt, E-Mail: foerderverein@ostergemeindeberlin.de, Tel. 0331 – 600 866 11

Um Porto- und Versandkosten zu sparen, so dass von der Spende mehr für die Osterkirche übrigbleibt, kann man mit Jürgen Engelhardt auch einen Abholmodus in der Küsterei der Osterkirche vereinbaren – es wird dann telefonisch ein Abhol-Code und auch die Übergabe der entsprechenden Spende verabredet.

Einsichten + Aussichten = Zuversicht

Als mir Jürgen erzählte, wie er Menschen, die vor einigen Jahren der Ostergemeinde einmal eng verbunden waren, jetzt wieder für den „Kosmos Oster“ gewinnen konnte, kam mir diese Parallele zur Profession von Astronomen. Es gibt Kometen, die in großen Zeitabständen, nach langer Reise durch den Weltraum, wieder in die Nachbarschaft des Planeten Erde zurückkehren, nur um diesen Kosmos anschließend wieder für längere Zeit zu verlassen. Astronomen kennen und berechnen die Kurven solcher Himmelskörper und richten ihre Teleskope entsprechend aus, während wir Menschen erst Mal nur fasziniert zum Himmel blicken.

Die "Himmelskörper" Dirk, Robert und Mila haben sich vor einigen Jahren auch mal im Gravitationsfeld der Ostergemeinde befunden. Dann haben sie eine Reise auf neue Bahnen angetreten – und sind jetzt doch wieder im „Kosmos Oster“ aufgetaucht. Vielleicht gibt es noch einige solcher „Kraftzentren“ wie die frühere Oster-Mediengruppe, die heute nicht mehr in unserem Blickfeld sind, die sich aber mal im „Oster-Kosmos“ aufgehalten und in der Gemeinde engagiert haben. Vielleicht ist es gut, als Gemeinde – so wie die Astronomen mit guten Teleskopen – in diesen größeren „Kosmos“ zu blicken. Wer war in der Ostergemeinde schon mal aktiv? Wo stecken diese Menschen heute? Wie können wir sie gegebenenfalls wieder für die Gemeinde gewinnen?

Solche Einblicke führen – wenn wir sie wagen – dann zu neuen Einsichten, zu neuen Aussichten, zu mehr Grund für neue Zuversicht für die Ostergemeinde. Erhöhen wir als Gemeinde also unsere Anziehungskräfte und senden wir Signale des Willkommens an irdische Himmelskörper aus.

In jedem Falle geht ein herzlicher Dank an Dirk Schlegelmilch, an Robert Günzel und an Mila Stoitscheva – und natürlich an Jürgen Engelhardt – für solche Einsichten 2021 in Kalenderform, die uns jetzt mindestens ein Jahr lang begleiten werden. – Ach so, der Titel dieses Artikels – was hat es damit auf sich? Es sind die Worte eines in unserer Gemeinde wichtigen Menschen beim Anblick des neuen Kalenders – es ist die Berliner Version von "Große Klasse, gut gemacht. danke."