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„Wedding bleibt Arbeiterkiez“ hat es einer trotzig auf eine Häuserwand geschrieben, wie ich bei einem Spaziergang im Kiez entdeckte. Doch droht diese Prägung der Gemeinde durch Prozesse wie die Gentrifizierung, die auch vor Wedding nicht Halt macht, an Deutlichkeit zu verlieren. Das fordert Neuorientierung. Gerne möchte ich mit Ihnen die Veränderungen im Umfeld der Gemeinde wahrnehmen, „mit einer Hand“ Neues aufbauen und gleichzeitig „mit der anderen Hand“ dafür sorgen, Bewährtes zu bewahren.

Ich weiß, dass dieser Prozess ebenso anspruchsvoll wie nötig ist, um eine gute und gelingende Gemeindezukunft zu gestalten. Ich habe große Lust darauf, Ihre Gemeinde in diesem Prozess verantwortlich zu leiten und zu begleiten. Als Pfarrer ist es mir wichtig, dass und wie Kirche und Gemeinden in die Gesellschaft hineinwirken und wie sie gleichzeitig dabei auf die Veränderungen in der Gesellschaft reagieren.

Ich formuliere das für mich so: Wo Kirche draufsteht, muss auch Kirche drin sein. Das will ich durch die Andacht bei der Ausgabe von Laib & Seele, einen Abendsegen nach einem Konzert oder durch das Bereitstellen der gemeindlichen Ressourcen für vielfältigste Aufgaben im Kiez gern erreichen. Ich möchte Gemeinde und ihr nachbarschaftliches Umfeld gut vernetzen, um gemeinsam für die Menschen, die Gott uns anvertraut, unterwegs zu sein.

Alle Kirchengemeinden, in denen ich gearbeitet habe, sind Trägerinnen von Kindertageseinrichtungen ebenso wie die Osterkirchengemeinde. In der Arbeit mit den Kindern, ihren Eltern und der Zusammenarbeit mit den Kitamitarbeitenden will ich deutlich evangelisches Profil zeigen. Das schließt eine Offenheit gegenüber anderskulturellen und andersreligiösen Familien mit ein.

Die Arbeit mit Konfirmanden und Jugendlichen liegt mir sehr am Herzen und war immer eines meiner intensivsten Arbeitsfelder. Sie mit Ihnen neu aufzubauen und zu entwickeln ist eine Aufgabe, der ich mich gerne stelle.

Die Gottesdienste sehe ich als die zentralen Veranstaltungen einer Gemeinde an. Gerne möchte ich ein vielfältiges und allen Generationen gerechtes Gottesdienstleben in der Osterkirchengemeinde gestalten.

Mit Ihnen zusammen möchte ich Menschen gewinnen, die Lust haben sich in der Osterkirche zu engagieren. Darum möchte ich Menschen ansprechen, sich entsprechend ihrer Gaben und ihrer Interessen in das Leben der Gemeinde einzubringen.

Dabei ist mir das Bild von der Gemeinde als organisches Ganzes Leitmotiv. Paulus beschreibt im 1. Kor. 12, dass es unterschiedliche Aufgaben und Gaben gibt, aber letztlich alle zusammen als ganzer Leib zusammen wirken und auf das Haupt Christus hin orientiert sind.

Ein weiteres biblisches Motiv für unser Sein als Gemeinde ist mir das Bild von der Stadt auf dem Berge aus dem Matthäusevangelium. Weithin sichtbar lässt die Gemeinde ihr Licht vor den Leuten scheinen. Ich wünsche mir und will gern meinen Teil dazu beitragen, dass die Osterkirchengemeinde in den Sprengelkiez hinein leuchtet.

Ich freue mich auf Sie, bin sehr neugierig und froh, dass es zu 1. August soweit ist und mein Dienst bei Ihnen beginnt.

Wir sehen uns!

Mit Friedenswunsch Ihr Pfarrer Thilo Haak