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u16 gabriele lindenmuellerName: Gabriele Lindenmüller

Geboren: in Neuburg/Donau, bin so alt bzw. jung wie die BRD...

Familie und Werdegang:

Als kleines Mädchen zog ich mit meinen Eltern und meinen zwei älteren Brüdern nach Berlin-Schöneberg. Ich verlebte eine behütete Kindheit zwischen Apostel-Paulus-Kirche, Rathaus Schöneberg und dem Stadtpark mit dem goldenen Hirsch (Stadtpark Schöneberg). Meine zweite Heimat neben dem „schönen Schöneberg“ war Weißensee. Dort hatten meine Oma und auch schon meine Urgroßeltern eine urberliner Gaststätte mit Fassbrause aus dem Hahn, einem schönen Garten und einem Schäferhund namens „Drusus“. Da meine Eltern Berliner waren, ich aber nun mal in Bayern das Licht der Welt (bzw. den weißblauen Bayernhimmel) erblickt hatte, beschlossen sie, dass ich auf jeden Fall mit „Spreewasser“ getauft werden müsste. Das geschah dann auch im zarten Alter von 1 ½ Jahren in der Pfarrkirche Weißensee.

Im April 1961 wurden dann wieder die Koffer gepackt und die Familie zog mit einem lachenden und einem weinenden Auge ins Hessenland nach Wiesbaden. Das hatte berufliche Gründe, so musste mein Vater nicht mehr pendeln. Ich war sehr traurig und vermisste Berlin. 2 Jahre später, ich war 14 und sollte eingesegnet werden, verstarb leider mein Vater - viel zu früh. Tragischerweise hatte mein ältester Bruder zur selben Zeit einen schweren Unfall und verlor sein Bein. Sehr schlimm für alle, besonders für meine Mutter.

Die Einsegnung wurde im selben Jahr gefeiert, trotz allem war es auch ein schöner Tag für mich. Tief in mir war immer der Wunsch, ich will zurück nach Berlin! Aber natürlich habe ich auch schöne Erinnerungen an Wiesbaden und den Rheingau, schließlich verbrachte ich dort meine Jugend mit Schule, Tanzstunde und dem Lebensgefühl der Sechziger Jahre. Mit 17 habe ich eine Ausbildung zur Arzthelferin begonnen und nebenbei ehrenamtlich als Schwesternhelferin bei der Johanniter-Unfall- Hilfe gearbeitet. Das hat mir alles sehr viel Freude bereitet.

Nach insgesamt 12 Jahren in Wiesbaden erfüllte ich mir meinen Wunsch und kehrte nach Berlin zurück. Wieder wohnte ich am Bayerischen Platz, wo ich meinen Mann kennenlernte. Ihn hatte es von Lindau i. Bodensee nach Berlin verschlagen. Zusammen wohnten wir in Tempelhof. Dort wurde 1978 unser erstes Kind geboren.

Wie kamst Du in die Osterkirchengemeinde?

1979 zogen wir in den Wedding. Hier fanden wir eine ausreichend große Wohnung. Im alten West-Berlin zu Mauerzeiten war es nicht leicht, eine akzeptable „Behausung“ zu finden. Man musste Schlange stehen, um am Sonnabend am Bahnhof Zoo eine Morgenpost mit den neusten Wohnungsinseraten zu ergattern. Der Kontakt zur Osterkirche entstand über den Kindergarten. Nicht nur unser Sohn, sondern auch unsere 1981 geborene Tochter besuchte die Kita. Damals gab es die Kinderkirche. Hans-Peter, Marga und Reimer mit seinem alten Hanomag unternahmen viel mit den Kindern.

1988 kam unsere jüngste Tochter zur Welt, nach dem Motto: Aller guten Dinge sind drei! Durch intensive Kinder- und Jugendarbeit waren wir Eltern mehr mit in die Gemeinde eingebunden. Die Jugendreisen nach Südfrankreich, Schweden und Lappland mit Hans-Peter und seinem Team sowie die Zeit meiner jüngsten Tochter im Teeny-Club mit Marga waren für unsere Kinder eine große Bereicherung. Unsere damalige Organistin Martina Pohl gründete den Kinderchor und die Flötengruppe. Durch die vielen Aufführungen waren wir Eltern sehr präsent in der Kirche und halfen mit, wo es nötig war.

Unsere drei Kinder wurden in der Osterkirche konfirmiert. Die Konfirmation meines Sohnes und die Taufe meiner jüngsten Tochter fanden sogar am gleichen Tag statt. Das war eine sehr schöne Feier mit Pfarrer Reimer Piening.

Was verbindet Dich mit der Osterkirche?

Seit vielen Jahren gehöre ich zu den ehrenamtlichen Helfern. Hab´ dort geholfen, wo es nötig war – mal mehr, mal weniger. Lange schon trage ich die „Osterkirche“ aus und habe mit Frau Menzel oft den Versand gemacht. Sechs Jahre lang war ich Mitglied im GKR zusammen mit Marga Dolinski, Frau Haldenwanger und Frau Ziebarth. Schöne Erinnerung an schöne Ausflüge nach Schöningen mit Reimer und dem Helferkreis verbinden mich auch mit der Osterkirche. Seit mehr als fünf Jahren helfe ich bei der Aktion „Laib & Seele“ mit und verteile als „Brotgabi“ das Brot. Mir macht es sehr viel Freude, Menschen aus dem Kiez zu helfen.

Drei Wünsche an die Osterkirchengemeinde:

Es wäre sehr schön, wenn sich die Zahl der Gemeindemitglieder wieder erhöhen ließe. Das ist ein frommer Wunsch, aber ich glaube fest daran!

Der zweite Wunsch schließt sich unmittelbar daran an. Durch eine größere Gemeinde würde es auch wieder mehr Kinder geben, die das Leben über intensivere Kinder- und Jugendarbeit sicherlich bereichern könnten. Wie heißt es so schön: Kinder sind unsere Zukunft! Das gilt nicht nur in der großen Politik, sondern besonders auch in unserer überschaubaren Gemeinde.

Ich wünsche den Mitarbeitern und Helfern in der Kirche und der Kita weiterhin viel Kraft und Gesundheit für ihre sicherlich nicht immer leichte Arbeit und ganz besonders den noch verbliebenen hauptamtlichen Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz. Alles Gute und viel Glück für die umgebaute Kindertagesstätte!

Meine Lieblingsstellen in der Bibel:

Der gute Hirte (Psalm 23, 1-4)

Der Herr ist mein Hirte;

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele;

er führet mich auf rechter Straße

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir, dein Stecken

und Stab trösten mich.

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte von ihnen (1.Korinther 13).

Meine Lieblingslieder im Gesangbuch:

„Morgenlicht leuchtet“, Nr.455(bei den Konfirmationen unserer drei Kinder haben wir es gesungen, manchmal auch die englische Version „Morning has broken“)

„Lobe den Herren“, Nr.8

„Güldene Sonne“, Nr.527 (Paul Gerhard)

...nicht zu vergessen die vielen schönen Advents- und Weihnachtslieder!