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k03 michael ostrowskyName: Michael Ostrowsky

Alter: 43 Jahre

wohnt in: Berlin-Wedding, Sprengelstraße, in Hörweite der Osterkirche

Familie: ledig, keine Kinder, in fester Beziehung lebend

Beruflicher Werdegang und aktuelle Arbeit:

Lessing-Gymnasium Wedding

Ausbildung zum Werkzeugmacher

Studium: Maschinenbau, Schwerpunkt: Fertigungstechnik

zweieinhalb Jahre Berufstätigkeit als Arbeitsvorbereiter/Fertigungsplaner, REFA-Fachmann, Selbstständig seit 1996 (Schanksystem GmbH, Restaurant Schupke)

 Wie sind Sie in den Sprengelkiez gekommen?

Durch meine berufliche Tätigkeit seit 1996 habe ich den Kiez lieb gewonnen. Anfang 2006 fasste ich dann den Entschluss, von Charlottenburg in den Sprengelkiez zu ziehen. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut.

Wie gefällt Ihnen hier im Kiez, und was eventuell weniger?

Positiv: Der Sprengelkiez hat für mich den Charakter eines kleinen Dorfes mit den bekannten und nicht so schönen Dingen in der Dorfgemeinschaft. Aber vielleicht macht genau das den Charme dieses Kiezes, der auch einer der ärmsten Berlins ist, aus. Im Übrigen finde ich die Mischung hier sehr schön. Es leben arm und weniger arm, Arbeiter und Akademiker, Menschen aus dutzenden verschiedenen Kulturen, Senioren und jüngere Menschen, Studenten und auch schulresistente Schüler meist friedlich miteinander. Mir persönlich sind aber auch ein Herzchirurg, eine Filmemacherin, die Pressesprecherin eines bekannten Unternehmens, und auch viele interessante Personen bekannt, die sehr gerne hier im Kiez wohnen und auch leben.

Negativ: Ich könnte jetzt in den allgemeinen Tenor einschlagen und von der Kriminalität auf dem Sparrplatz sprechen, oder der sehr geringen Kaufkraft im Kiez, den "Trinkern" vor einigen Zeitungsläden oder auch von den immer weniger werdenden Einsegnungen in der Ostergemeinde. Oder auch von dem vielen persönlichen Leid der Menschen, die zu Laib und Seele gehen (müssen). Aber diese Dinge gehören zum Kiez und bringen auf der anderen Seite wieder positive Dinge ans Licht. Die vielen ehrenamtlichen Helfer von Laib und Seele, der soziale Zusammenhalt usw.

Was sollte im Kiez besser oder anders gemacht werden – was sind Ihre besonderen Wünsche?

Es gibt viele engagierte Anwohner und Gruppen im Kiez. Meiner Ansicht nach würde ein ehrliches und offeneres Miteinander vieles vereinfachen und noch mehr möglich machen. Wir brauchen konstruktive Kommunikation.

Die Osterkirche als zentraler Punkt des Kiezes gehört beleuchtet und besser präsentiert (ich denke da an die Passionskirche in Kreuzberg).

Was machen Sie persönlich im Kiez?

Ich helfe als Veranstalter von Festen im Kiez, um die Zusammengehörigkeit und ein Wir-Gefühl zu stärken. Konkret habe ich seit 2006 den Sprengelcup 2006, die Eröffnung des Sprengelparks 2007, den Weihnachtsmarkt im Sprengelkiez 2007 und das Sparrplatzfest 2008 unterstützt.

Was verbindet Sie mit der Osterkirche?

Ich engagiere mich seit 2005 zuerst im Kiezrat, dann als Mitglied im LOS Begleitausschuss und jetzt im Quartiersrat. Seit 2005 war für mich die Ostergemeinde stets ein verlässlicher Partner – und zwar von der ehemaligen Pfarrerin Frau Stobbe im LOS Begleitausschuss bis hin zu Hans Peter Meyendorf bei der Unterstützung des Sprengelcup 2006 sowie allen folgenden Festen im Kiez.

Und was wollen Sie den Menschen hier im Sprengelkiez mit auf den Weg geben?

Das ist eine schöne Frage. Bei der Vielschichtigkeit der Menschen fällt mir nur ein für mich sehr wichtiges Lebensmotto ein: „Wenn man mit dem Finger der rechten Hand auf jemanden zeigt, dann zeigen 3 Finger auf einen selbst.“

Das heißt für den Kiez: „Frage nicht was der Kiez für Dich tun kann, sondern was kannst Du selbst für den Kiez tun?“ - Meckere nicht über Missstände. Handle, verändere zum Guten.

Welches ist Ihre Lieblingsstelle in der Bibel, und was bedeutet sie Ihnen?

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. – (Matthäus 7,12)

Durch meine vielen Reisen in unterschiedliche Kulturen haben mir diese Worte Schutz gegeben und mir geholfen, sicher durchs Land zu kommen.

Ich respektiere andere Mensche so wie sie leben und sind. Das erhoffe ich auch von meinen Mitmenschen im respektvollen Umgang mit mir.