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Selbstverteidigung – Sportwochenende

 

... Fight and Pray in Heiligensee - Osterkirche goes Defence!!!

Sport-WocheneEine Gruppe von 17 „Sport-Kämpfern" der Osterkirche trafen sich am Freitag 27.06.2014 im Schullandheim Walter May, einer schönen Wald-Herberge, idyllisch in Heiligensee am Tegeler Forst in einer für Berlin einzigartigen Dünenlandschaft gelegen.

Angeleitet vom Trainerteam Udo und Agnes (Co) übten die 16 Teilnehmern, unter ihnen Pfarrerin Frau Elke Unterdörfel, verschiedenste Techniken überwiegend aus den Bereichen Ju-Jutsu, aber auch Karate und Aikido, mit dem Ziel einem unerwarteten Gegnern in überraschenden Situation stark und gezielt begegnen zu können.

Neben den ersten langsamen und vorsichtigen „Fallübungen" vorwärts und rückwärts auch Ju-Jutsu-Rollen ebenfalls vor- und rückwärts geübt. Im Trainings-Programm folgten dann auch Partnerübungen: „Ohrfeige von rechts" und „ seitlicher Tritt". Es steigerte sich über in den verschiedenen Trainingseinheiten bis zu Angriffen von hinten, oder wie auch von den kleineren Rackern gewünscht, Abwehr-Übungen zu „Hammer Faust Schlägen auf dem Kopf", oder „Kinnhaken", wie sie auch schon auf der Strasse, oder dem Spielplatz mal vorkommen.

Dabei ging es unseren Trainern nicht nur um das bloße Handwerkszeug, die reinen Übungen zur Selbstverteidigung sondern auch um eine ausgewogene Fitness. Damit dies möglich wurde, begannen die Übungsprogramme zunächst mit knackigen Erwärmungsübungen, oder Aufwärmspielen, wurden dann immer wieder mit kräftigenden Gymnastikübungen ergänzt und zum Ende lernten wir dann auch kennen, wie wir nach getaner Arbeit mit Dehn- und Entspannungsübungen die Erholung bis zur nächsten Trainingseinheit einleiten.

Neben dem sportlichen Themen bleib uns aber auch genügend freie Zeit um die umgebende Natur in den Dünen zu erkunden und zwei wunderschöne Lagerfeuer-Abende mit Gitarrenmusik und vielen schönen, witzigen Gesprächen zu erleben, während die jüngere Generation den Dampf des Tages in der Nachstellung der Fußball-WM ab stresste. Überraschender Weise mussten dabei am zweiten Abend die elektronischen Individualmedien offenbar doch den Erlebnissen im Wald beim unermüdlichen Holzsammeln weichen, an dem sich irgendwann zur Freude der Erwachsenen die gesamten Kinder und Jugendlichen beteiligten, so dass des Feuer innerlich und in der Schale nie erlosch. Dadurch wurden viele schöne Assoziationen an die eigene Jugend wach!!!

Für mich als im Wettkampfsport aufgewachsenen hatte dieses Trainingslager eine ganz neue, sehr angenehme Komponente; neben Training und den üblichen Jugendherbergs-Kindergruppendynamiken hatte diese Freizeit auch die schönen gemeinsamen leisen Momente. Wir begegneten uns zu den Mahlzeiten vorsichtig mit gemeinsamen verschiedenen Liedern, Gebeten und Segen, die Frau Unterdörfel auf der Gitarre begleitete, bevor die Mannschaft sich dann mit den Händen zusammenschloss und das „...Guten Appetit" wie ein Startschuss die Gaumenfreuden eröffnete.

Ein kleiner geistlicher Höhepunkt bildete dabei für mich unser „Mattengottesdienst" der unsere Sonntag-Morgen Trainingseinheit eröffnete. Mitten auf der Trainingsfläche hatte Frau Unterdörfel eine Vase mit Blumen, drei Kerzen und eine Schale dekoriert. Dann feierten wir einen kleinen Gottesdienst in dem auf den Sonntags-Frühstücks-Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte..." referenziert wurde, so dass Klein und Groß nun der Inhalt etwas klarer erläutert wurden. In einem besonders schönen Moment wanderte zum Ende eine Schale mit Granatapfel-Öl im Kreis herum, wobei man sich gegenseitig, wenn man es mochte, Gottes-Segen wünschte.

Diese feine christliche Stimmung führte dann Trainer Udo behutsam in unsere letzte Trainingseinheit, in dem er auf den Respekt, die Selbstdisziplin und den meditativen Charakter dieser Verteidigungssportarten verwies. So wurde diese letzte Einheit eher ein vorsichtiger aktiver ruhiger Ausklang.

In der darauf folgenden Feedbackrunde kam so manche Situation wieder in den Mittelpunkt. Erstaunlich, wie vielfältig eine solche Freizeit wahrgenommen werden kann.
Die positiven Rückmeldungen waren sehr motivierend, insbesondere, da so viel unterschiedliche Teilnehmer bezüglich des Alters und auch Interessen hier zusammenfanden. Mir gefiel besonders, das die Freizeit-Leitung sich sehr gut in die Kapazität der Gruppe einfühlte und in sehr angestrengten Momenten ganz einfach das Programm ein wenig „weich" umstellte, so dass gerade ein schöner Spiel- und Spaß-Fluss nicht einem fixen Zeitrahmen weichen musste und somit alle entspannt weiter genossen.

Die Verantwortlichen wird es besonders gefreut haben, dass so viele Teilnehmer, wie auch ich, gerne wieder an einer solchen Freizeit zukünftig teilnehmen wollen, auch wenn dazu unser „Wetterfrosch" Udo seinen Deal mit dem Regenmacher so ausbauen muss, das dass nächste Mal eine geplante „Nachtwanderung" auch wirklich stattfinden kann. Für mich war es ein wunderschönes Wochenende, ein voller Erfolg und ich habe Kirche noch einmal von einer neuen Seite erfahren,
VIELEN HERZLICHEN DANK!!!

Bericht von Marc Steffens