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ZukunftsDetektive

 

ZukunftsDetektive: Hurra, wir haben Zuwachs bekommen!

Als sich im Sommer 2012 eine neue Gruppe bei den ZukunftsDetektiven bildete, waren es fünf bis sechs Kinder im Alter von 6-8 Jahren, die sich regelmäßig jeden Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr im Jugendcafé zum gemeinsamen Basteln mit unterschiedlichen Materialien trafen. Obwohl ich von Mitte September bis Ende Oktober 2012 pausieren musste, war der Schnuppernachmittag im Rahmen des „10. Lebendigen Adventskalenders" wieder ein Erfolg.

Im Januar 2013 kamen gleich drei Kinder neu dazu und zwei Kinder, die eine kleine Pause eingelegt hatten. So wuchs die Gruppe schnell auf heute neun bis zehn Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren an. Darunter sind auch wieder zwei Kinder, die erst im Sommer 2013 in die Schule kommen und noch in den Kindergarten gehen.

us-asciiBasteltisch 1Die Idee ZukunftsDetektive, die ich im Sommer 2000 entwickelt habe, ist immer noch auf Erfolgskurs. Die Themen und Inhalte haben sich im Laufe der Jahre verändert, aber das ist gerade das Spannende an der Idee: Die Kinder entwickeln die Inhalte mit. Heute steht das Basteln und Ausprobieren unterschiedlicher Materialien und Techniken im Vordergrund. Aber es geht auch darum, gemeinsame Aktionen zu veranstalten und Neues zu entdecken.

So begannen wir im Herbst 2012 mit dem Projekt, einen Trickfilm zu machen. Dazu dachten sich die Kinder Figuren, Szenen und Abläufe aus, die zu einer Geschichte geschrieben wurden. Anschließend wurde alles eifrig gebastelt und alle waren gespannt, wie die Bilder und gebastelten Werke in Bewegung kommen. Dazu bauten wir uns eine Trickbox bzw. fotografierten mit dem Stativ und der Digitalkamera. So sind über 320 Fotos entstanden und die Kinder stellten fest: „Klicken ist doch ein Klacks". Ein Storyboard half uns, dabei die richtigen Figuren zusammenzusetzen und die Szenen zu gestalten. Noch während die Kinder die Szenen fotografierten, wurde gebastelt. So kam es dazu, dass es zwei unterschiedliche Boote gibt. Die Kinder experimentierten, was besser passt – blaue Folie oder richtiges Wasser.

Besonders spannend waren auch die Tonaufnahmen des Textes, den die Kinder mit einem Mikrofon in den Computer sprachen und dabei ihre Stimmen zum ersten Mal hörten. Jetzt müssen die Fotos noch geschnitten und zusammengestellt und der Ton sowie die Geräusche miteinander verbunden werden. Es geht also noch um die Feinarbeit. Die Kinder und besonders die Eltern können es kaum erwarten, das Ergebnis zu sehen. Evtl. nach den Osterferien wird es dann soweit sein – achten Sie auf die Aushänge oder unsere Plakate.

Sehr beliebt ist bei den Kinder das freie Basteln mit den vielen unterschiedlichen Materialien. Wenn sie sich entschieden haben, was sie alles brauchen, dann „knistert die Luft im Raum vor Spannung" – so konzentriert arbeiten sie. Einige kommen mit ganz gezielten Vorstellungen, andere lassen sich anregen und versuchen Neues aus. Manchmal setzen sich Eltern einfach dazu und beobachten ihre Kinder, mit welcher Konzentration und Ausdauer sie dabei sind.

BlumenSimon z.B. liebt es, mit dem unterschiedlichen Materialien seine Ideen aus dem Kopf umzusetzen. Er liebt die Vielfalt und findet selbst nach den zwei Stunden selten ein Ende – und das, obwohl er vorher bereits 6 Stunden in der Schule und dann im Hort war. Am anderen Ende des Tisches versammeln sich gerade drei Kinder, und die Mama vom Lucas liest ihnen aus einem Sachbuch Geschichten vor. Sie sind nach 1½ Stunden Basteln fertig. Einige Mädchen haben sich vorgenommen, Blumen aus einem Buch zu basteln und brauchen etwas Hilfe.

Alle Kinder unterhalten sich oder erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule oder was sie in der Woche erlebt haben. Ruhig geht es selten zu, der Mitteilungsbedarf ist groß und sehr wichtig. Mir macht dieses Treiben der Kinder großen Spaß, und die zwei Stunden vergehen oft wie im Flug.

Angela Bochum