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k05 siemen dallmanName: Siemen Dallmann, geb. Bültjer

Alter: geboren 1957 in Osterhusen, Kreis Norden

wohnt in: Berlin-Wedding, Fehmarner Str.

Familie: geschieden, 2 Kinder

Beruflicher Werdegang und aktuelle Arbeit:

Ich habe sehr viele unterschiedliche Berufe ausgeübt: z.B. KFZ Mechaniker, Seefahrer, Pferdepfleger, im Hoch- und Tiefbau, Großküche, Hausmann und Tagesvater, als Elektriker, in der Mode- Industrie und als Hausmeister.

Zurzeit bin ich für zwei Jahre ÖBS Mitarbeiter im SprengelHaus. Hier bin ich mit im Nachbarschaftsladen tätig und auch teilweise im Kiez unterwegs. Auch betreue ich Projekte wie "Arbeitslose helfen Arbeitslosen", Spielabend im SprengelHaus und den "Lebendigen Adventskalender". Es macht mir sehr viel Spaß. Bei vielen Aufgaben bekomme ich fast mehr zurück, als ich gebe. Ich kann vieles besser machen, was ich vorher ehrenamtlich nebenbei gemacht habe. Ich hab jetzt einfach mehr Zeit für alles.

Wie sind Sie in den Sprengelkiez gekommen?

Das erste Mal bin ich in den 1980ern für 2 Jahre in der Burgsdorfstr. gelandet. 2001 bin ich zu einer Freundin in den Kiez gezogen, wo ich heute noch wohne. Über sie bin ich auch in den Tauschring und in den Nachbarschaftsladen in der Torfstr. gekommen. Es folgte die Mitarbeit im Kiez-Rat, seit 2005 bin ich Bürgervertreter im Quartiersrat und einer der Sprecher des Quartiersrats, seit 2007 im Vorstand von Aktiv im Kiez e.V.

Was gefällt Ihnen hier im Kiez, und was eventuell weniger?

Die bunte Vielfalt im Kiez gefällt mir sehr gut. Ich habe hier viele Freunde aus aller Welt. Leider ist es sehr schwer, mit allen zusammen was auf die Beine zu stellen. Hier gibt es leider immer wieder persönliche Befindlichkeiten, die uns allen nur hinderlich sind. Aber mit Ausdauer und Geduld wird sich das auch noch Schritt für Schritt verbessern.

Was sollte im Kiez besser oder anders gemacht werden – was sind Ihre besonderen Wünsche?

Es gibt im Kiez viele Bürger, Vereine und Gruppen, die was verändern und verbessern wollen und auch aktiv werden im Kiez. Leider klappt es nicht immer so gut mit der Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt sollte immer der Sprengelkiez als ganzes gesehen werden. Nur zusammen ist man stark genug, um wirklich und auch langfristig was zu verändern und zu verbessern.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so schnell aufgebe, ich glaube fest daran, dass wir gemeinsam noch einiges verändern und verbessern werden für unseren Kiez.

Gerade mit Sicht auf 2014, wo das Europaprojekt Soziale Stadt wahrscheinlich ausläuft, sollte der Sprengelkiez vorbereitet sein. Dann haben wir gute Chancen, dass nicht alles zusammen bricht, im Gegenteil, nur so können wir zusammen sicher stellen, dass es bei uns im Kiez weiter zu positiven Veränderungen kommt.

Was verbindet Sie mit der Osterkirche?

Eigentlich hatte ich mit der Kirche nichts mehr am Hut und bin 1992 ja auch ausgetreten.
Über Frau Stobbe (lebendiger Adventskalender) bin ich 2003 mit der Osterkirche in Kontakt gekommen, was sich dann nach und nach langsam vertieft hat.

Heute gehe ich gerne zur Osterkirche und freue mich über soviel soziales Engagement und die tollen Konzerte. Aber ich war auch schon einige Male als Gast im Gottesdienst. Dieses Jahr habe ich viele Gemeindemitglieder der Osterkirche beim lebendigen Adventskalender kennen gelernt.

Man kann also sagen, die Verbindung zur Osterkirche wächst weiter, und ich freue mich auf eine Zusammenarbeit mit der Osterkirche zugunsten der Menschen im Kiez.

Und was wollen Sie den Menschen hier im Sprengelkiez mit auf den Weg geben?

Wartet nicht auf die Politik, nehmt eure Geschicke selber in die Hand. Wir werden uns wundern, was wir alles hinbekommen, wir müssen es nur versuchen. Werdet aktiv im Kiez, und der Kiez verändert sich zum Positiven.

Welches ist Ihre Lieblingsstelle in der Bibel, und was bedeutet sie Ihnen?

Da gibt es mehrere, z.B. Lukas 6:42, wir sehen oft den kleinen Fehler beim anderen und übersehen gerne mal den großen Balken bei uns selber.

An einer anderen Stelle sagt Jesus: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein". Wir machen alle Fehler, und wer sehr viel arbeitet macht wahrscheinlich auch mal einen Fehler mehr. Nur wer gar nichts macht, kann auch nichts falsch machen.

Ich überlege schon mal, was Jesus heute zu unserem Leben sagen würde?