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Gemeindeausflug 2014

 

Honig an der Altarwand, Sturz im Bischofsgarten,
Türkische Nachbarn aus dem Sprengelkiez erobern den Scharmützelsee

So bildhaft hätte möglicherweise eine deutsche Boulevardzeitung ihren Bericht vom Gemeindeausflug unserer Gemeinde am ersten Sonnabend im September überschrieben. Andere Zeitungen hätten möglicherweise einfach geschrieben: Gelungener Gemeindeausflug bereitete Jung und Alt viel Freude. Der Untertitel könnte lauten: Interkulturelle Vielfalt des Sprengelkiezes verbringt einen Tag gemeinsam in Brandenburg.

HonigGleichwohl es waren nicht nur die türkischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Vielfalt repräsentierten. Es war wieder sehr schön, dass Mandy Nickel dabei war. Sie animierte verschiedene Mitfahrende dazu, ihr als Blinde die Sehenswürdigkeiten dieses Ausfluges zu beschreiben. Auch ein Mitglied einer betreuten Wohngemeinschaft zusammen mit vielen weiteren Bewohnern unseres Kiezes starteten um kurz nach acht Uhr morgens gen Neu-Hartmannsdorf, dem ersten Ziel des Gemeindeausfluges. Dort stand der Besuch der Honigkirche auf dem Programm. Eine etwas ungewöhnliche Kirche, denn die Altarwand und der Altartisch bestehen aus Bienenwachs. Die interessanten Erläuterungen eines Gemeindemitgliedes aus Neu-Hartmannsdorf waren garniert mit lustigen Anekdoten. So soll ein Kind angesichts des sehr hohen Altartisches und eines vom Wuchs her wohl recht kleinen Pfarrers gebetet haben: Lieber Gott, lass bitte unseren Pfarrer noch ein bisschen wachsen, damit wir ihn besser sehen können, wenn er hinter dem Altar steht.

Von Neu-Hartmannsdorf ging es weiter nach Fürstenwalde. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Ort gab esGemeindeausflug Dom im Restaurant "Bischofsschloss" das Mittagessen. Der engagierte Wirt führte uns durch seine Räume, die auf den Grundmauern des ehemaligen Bischofssitzes errichtet worden waren. Gebannt von seinen Ausführungen übersah eine Teilnehmerin eine Stufe und stürzte. Da sie sich vor dem Bodenkontakt noch geschickt ins Beet fallen ließ, blieb der Sturz - außer ein paar blauen Flecken - ohne Folgen.

Der anschließende Besuch des Doms zeigte, dass der Beschluss eines früheren Gemeindekirchenrates der Osterkirche, den Kirchsaal einer vielfältigen Nutzung zuzuführen, den Fürstenwaldern nicht verborgen geblieben sein dürfte. Auch hier lassen ein flexibles Gestühl und die Abteilung von bestimmten Flächen viele Nutzungen zu. Eine andere Einrichtung dort könnte vielleicht etwas für unsere Offene Kirche sein: Besucher des Doms können in Fürstenwalde auf bereitliegenden Zetteln ihre Gebetsanliegen schreiben, die dann am folgenden Sonntagsgottesdienst in die Fürbitte eingebunden werden.

Den Abschluss des Tages bildete eine Rundfahrt auf dem Scharmützelsee. Da am frühen Nachmittag die Sonne die Wolken verdrängte, nutzten einige unserer türkischen Mitfahrer die Chance noch einmal in diesem Jahr zu baden.

Gemeindeausflug SchiffEin abwechslungsreicher Tag ging gegen acht Uhr abends vor der Osterkirche zu Ende. Alle Teilnehmer dankten unserem Busfahrer, Anthony Choynacki, der uns mit viel Akribie und Ruhe durch Brandenburg chauffierte. Wer seine Fahrkünste kennenlernen möchte, kann dies seit Neustem bei der BVG erleben. Er hat dort seine Fahrprüfung erfolgreich bestanden - herzlichen Glückwunsch!

Ein Dank gilt natürlich auch dem Vorbereitungsteam (Siemen Dallmann, Udo Sonnen und Sigrun Spodeck-Engelhardt). Die Güte ihrer Arbeit mag der geneigte Leser daran ablesen, dass sich die Teilnehmer am Ende der Fahrt gleich für den nächsten Gemeindeausflug am 6. September 2015 anmelden wollten.