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Offene Kirche

 

Ein Schild, und wer dahinter steckt

 

Schild Offene-KircheSeit November 2011 steht das Schild „Offene Kirche" immer häufiger vor der geöffneten Tür der Osterkirche und lädt die Menschen in die Osterkirche ein: Zum Verweilen, zum Beten, zum miteinander Reden oder um einfach mal zu gucken.
Seitdem sorgt eine kleine Schar Haupt- und Ehrenamtlicher dafür, dass möglichst viele Menschen eine offene Kirchentür vorfinden. Die Mitglieder der Gruppe wollen Ansprechpartner für die Besucher sein, wollen Auskunft geben zu Fragen der Osterkirche (Geschichte, Wandgemälde, Glocken, Veranstaltungen) oder nehmen Anfragen bezüglich Bescheinigungen oder der Vermietung von Räumen entgegen und leiten diese an die Küsterei weiter. Natürlich stehen die Mitglieder auch einfach zum Klönen oder zum Informationsaustausch zur Verfügung.
Ziel ist es, so oft wie möglich -so wie es die Zeiten der Mitglieder der Gruppe „Offene Kirche" zulassen - Vorübergehende zu einem Abstecher in die Osterkirche einzuladen.
Ganz bewusst werden keine festen Zeiten für die Offene Kirche bekanntgegeben. Die Gruppe ist nicht so groß, dass feste Zeiten immer eingehalten werden können. Vielleicht finden sich mit der Zeit genug Interessierte, so dass sich dies ändern könnte. Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, sich in der Küsterei zu melden.
Durch direkte Ansprechpartner, die für die Betreuung von Kirchbesuchern zur Verfügung stehen, entsteht eine persönlichere Atmosphäre. Gespräche können in Ruhe ohne Hektik geführt werden. Auf diese Weise kann es möglicherweise gelingen, zunächst ein Interesse beim Besucher für die Osterkirche und deren Veranstaltungen zu wecken. Daraus können dann Besuche weiterer Veranstaltungen erwachsen. Im besten Fall gelingt es auf diese Weise neue Gemeindemitglieder zu gewinnen oder weitere Mitglieder für die Gruppe „Offene Kirche".
Der Zuspruch ist sehr unterschiedlich. Manchmal kommen gar keine Besucher. Dies ist sicherlich nicht immer ermutigend. Gleichwohl hat die Gruppe hierzu eine ganz feste Meinung: Vielleicht muss ein Besucher erst fünf- oder sechsmal am Schild „Offene Kirche" vorübergehen, um dann beim siebten Mal hineinzugehen.
Wer den Weg zum ersten Mal in die Kirche findet, ist in der Regel sehr angetan von der Atmosphäre und der Ruhe, die er dort findet, während draußen das Alltagsleben brodelt.
Über die Erlebnisse während der Öffnungszeiten führt die Gruppe ein Tagebuch. Jeder kann es sich ansehen. Auf diese Weise entsteht auch ein Kommunikationsmittel der Gruppenmitglieder untereinander - ganz ohne PC und Internet. Es ist schon nach kurzer Zeit zu einer lebendigen Darstellung dessen geworden, was so alles in unserer Osterkirche zu erleben ist.
Vor kurzem kam eine Besucher in die Kirche, erzählte, dass er hier eingesegnet worden sei und er immer ganz begeistert von diesem Gebäude gewesen sein. Jetzt sei er aber längere Zeit nicht hier gewesen. In der Zwischenzeit hätten wir ja viel umgebaut. Die Emporen verändert, den Altar - eigentlich fast alles. Es wurde ihm entgegnet, dass wir sicherlich manches verändert hätten - z.B. Kirchbänke raus und Teppich rein - am Gebäude selbst hätte jedoch nur der Krieg seine Spuren hinterlassen, so dass wir jetzt nur noch einen Turm mit einer statt zwei Spitzen hätten. Der Besucher blieb jedoch dabei, dass wir auch im Inneren manches verändert hätten. Die Lösung ergab sich dann nach einiger Zeit: Er hat unsere Kirche mit der St. Josephkirche verwechselt...


Von Jürgen Engelhardt