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Partnerschaft mit Botswana

 

Am 31. August 2014, was für ein Gottesdienst!

Schon vor 9.00 Uhr wuselte es in der Küche der Osterkirche, bald darauf sang sich der Gospelchor ein, und dann war es soweit, unsere Gäste trafen ein:


BischofBischof L. Jakob Selwane und Gattin Jane Selwane aus Botswana kommen zum Gottesdienst in die Osterkirche. Sie begrüßen uns fröhlich mit „Guten Morgen", denn beide können die deutsche Sprache – sie waren vor Jahren als Pfarrerehepaar 5 Jahre in Nordrhein-Westfalen. Beide sind aus Anlass des Jubiläums des Berliner Missionswerkes – 190 Jahre Berliner Mission – für 8 Tage in Berlin.
Jetzt begann der Gottesdienst. Frau Pfarrerin Unterdörfel zog mit den Gästen ein –was für ein Glanz in unserer Kirche! Herr Bischof Selwane, groß und schlank und sehr dunkelbraun, sah aus wie der Nikolaus, mit Bischofsmütze und Umhang in rot und weiß.

Während des Gottesdienstes sang der Gospelchor ein uraltes afrikanisches Lied der Pygmäen, es ist wie eine wohltuende Klangwolke und erinnert stark an die Gesänge der San-Urbevölkerung in der Kalahari.

Herr Bischof Selwane hielt die Predigt über Römer 12 ab Vers 3, leider auf englisch, denn sein Deutsch ist wohl doch zu sehr eingerostet. Zum Glück fanden sich zwei junge Leute in der Gemeinde, die es uns übersetzen konnten. Wenn sie etwas ungenau übersetzten, korrigierte sie der Bischof, soviel Deutsch kann er doch.
Und was hatte er uns zu sagen, bzw. was habe ich davon behalten?
    Wir alle, in den afrikanischen Gemeinden wie in Berlin oder anderswo, sind ein
    Leib in Christus, aber untereinander sei einer des andern Glied, einander zu 
    helfen und zu tragen.
    Die Gaben dazu hat Gott nach seiner Weisheit unterschiedlich verteilt. Jeder
    gebrauche nun seine Gaben für die Mit-Glieder in Afrika oder hier, die Gott ihm
    gegeben hat.
Gebe Gott, dass wir das wirklich tun. Von den Christen in den Kalahari-Gemeinden weiß ich, dass sie für uns beten und dass sie für die besonders Armen in der San-Gemeinde Inalegholo Kleiderspenden gesammelt haben. Auch wir beten regelmäßig für die Christen in Botswana und sammeln Spenden, um anteilig das Gehalt von Frau Pfarrerin Bonolo Masie zu zahlen und das Missionsauto zu unterhalten.
Nach der Predigt wurde die ganze Gemeinde ein einziger Gospelchor. Es war ein guter, fröhlicher Gottesdienst mit mindestens 80 Teilnehmern und einer Kollekte von 402 €.

Hinterher war es noch nicht vorbei. Erst einmal gab es ein kräftiges Essen, Nachtisch und Kuchen. Mit dem Afrikareferenten des Berliner Missionswerkes, Herrn Dr. Kees, traf ein weiterer afrikanischer Bischof mit Gattin ein, der in der Gedächtniskirche gepredigt hatte.
Unterschrieft BotUnd nun sollte noch die seit Jahren schwelende „Vereinbarung über die Missionsarbeit im südlichen Kirchenkreis der Botswana-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche im südlichen Afrika" unterzeichnet werden, denn endlich waren alle drei Unterzeichner/innen in einem Raum vereint, in unserer schönen Osterkirche. Vor den Altarraum wurde ein Tisch gestellt, hinter dem Herr Bischof Selwane für die Botswana-Diözese, Herr Dr. Kees für das Berliner Missionswerk und Frau Pfarrerin Unterdörfel als Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Osterkirchengemeinde Platz nahmen. Es war etwas schwierig, die Gespräche im Kirchraum für diese Partnerschaft mit Botswanafeierliche Handlung einzustellen, sie zu dämpfen gelang. Und dann wurden die Dokumente in dreifacher Ausfertigung wirklich unterzeichnet und die Unterschriften von Bischof Ngulunga aus Tansania beglaubigt.
Da war ich aber froh! Die Spenden von 10.000 € im Jahr brauchen doch eine rechtliche Grundlage, für uns Deutsche .
Hinterher ging es in Windeseile zum Berliner Missionswerk, wo die 190-Jahre-Geburtstags-feier stattfand. Davon erzähle ich nächstes Mal,
Ihre Christa Paul