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Der Seniorenkreis


„Einfach rundherum schön"

Die Gruppe – der Seniorenkreis – trifft sich zwei Mal im Monat – donnerstagnachmittags. Nach einer Andacht und gemeinsamem Kaffeetrinken mit gemütlichem Plaudern folgen biblische Gespräche. Gemeinsam wird gekocht, gemalt, gebastelt und getöpfert. Regelmäßig ein Mal im Jahr unternehmen wir einen Ausflug. Der Kreis besteht derzeit aus 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Diese etwas oberflächliche Vorstellung, dieses Kurzportrait, gibt bei weitem nicht wider, was den Seniorenkreis ausmacht. Deshalb möchten wir uns noch etwas ausführlicher vorstellen.
Senioren – das sind die Älteren, um nicht zu sagen: „Die Alten". Sie werden gebrechlich, jeder hat sein Leiden, sei es körperlich oder seelisch. Sie fühlen sich aber meist trotzdem fit. Kurzum: Das sind die Senioren, die sich am Donnerstag um 15 Uhr in der Plauderecke – so heißt der Vorraum der Kirche (Eingangsbereich, dann rechts) treffen.
„Das ist einfach rundherum schön, wenn es donnerstags heißt: Seniorenkreis." Worte einer Seniorin.

Senioren 1

 

Jedes Beisammensein beginnt mit einem Lied, einem Psalm, mit einem Gebet und einer Andacht. Danach trinken wir gemütlich Kaffee. Dabei haben wir uns viel zu berichten. Jede und jeder kann seine Freuden und Sorgen erzählen. Das ist besonders für Menschen, die allein leben, sehr wichtig. 

 

 

 

 

 

„Wir weinen und wir lachen gemeinsam. Wir haben eine gute Gemeinschaft." Wenn jemand Geburtstag hat, bringt er oder sie einen Kuchen mit. Das ist dann ein besonderes Fest.
Nach dem Kaffee besprechen wir ein Thema. Da kommt es zu lebhaften Debatten, wenn es zum Beispiel um die Belange der Osterkirche geht. Einige sind für Modernisierung, und andere mögen „das Alte" erhalten. Die Debatten verlaufen zwischen großem Wurf und Flickwerk. Verbesserungsvorschläge werden gemacht, die meistens im Sande verlaufen.
Oft singen wir Volkslieder, die wir noch aus der Jugendzeit kennen, oder wir lernen neue Lieder, die unsere Pfarrerin mit der Gitarre begleitet. Auch unser Geist wird trainiert – beim Rätselraten oder beim Zuhören von Geschichten.
Wir haben auch schon unter Anleitung von Herrn Larnsack gekocht. In Gesellschaft schmeckt das Essen besonders gut. Wir haben gelernt, wie man aus Kerzenresten, die das ganze Jahr über gesammelt werden, neue Kerzen herstellt. Herr Wolfermann ist auf diesem Gebiet ein Experte.
Einmal im Jahr gehen wir zusammen essen. Wir machen auch Ausflüge ins Umland, die Herr Meyendorf sehr gut organisiert. In diesem Jahr fuhren wir nach Lychen. Dort unternahmen wir eine Floßfahrt. Der Höhepunkt dabei war das Kaffeetrinken auf dem Floß. In guter Erinnerung haben wir die Fahrt zum Gut Heesterberg und die Fahrt zu der Burg Rabenstein mit der Falknerei.

Senioren 2                                                                                                                   Senioren 3     

 

 

 

 

 

 

                

 

An der Burg Rabenstein machten wir uns nach einem sehr guten Mittagessen auf den Weg zur Falknerei. Über uns kreiste ein großer Geier. Plötzlich flog er zu meinem (Ruth Kohlhoffs) Rollator, an dem ein kleines Stoffschaf hing. Er riss es mit seinem scharfen Schnabel ab, zerkaute es und spuckte es schließlich wieder aus. Enttäuscht suchte er neue Beute. Vor der Falknerei riss er einem kleinen Mädchen ein Kuchenstück aus der Hand. Das Kind flüchtete schreiend zu seiner Mutter. Schließlich interessierte sich der Geier für Tüten und Taschen. Er landete auf dem Handrücken einer Seniorin und verletzte sie mit seinen scharfen Krallen. Wir waren froh, als der Falkner schließlich das Tor öffnete und die einstündige Flugschau begann.
In der Adventszeit wollen wir eine Lichterfahrt durch Berlin machen. Wir sind schon gespannt, welche besonderen Abenteuer wir dann zu bestehen haben werden.
Einige von uns sind körperlich etwas beeinträchtigt und können alleine nirgendwo hin. Das ist für sie dann Erlebnis pur, wenn der Seniorenkreis solche Ausflüge und Fahrten unternimmt.
Jeder Nachmittag schließt mit einem Gebet und dem Lied „Großer Gott wir loben dich".
Alle freuen wir uns auf den nächsten Donnerstag. Wir sind froh und dankbar, dass es diesen Kreis in der Osterkirchengemeinde gibt und hoffen, dass wir noch recht lange zusammen sein können.
Haben Sie nicht Lust, zu diesem Kreis dazuzugehören? Wenn ja, melden Sie sich in der Küsterei unter Telefon (030) 453 3043 oder – besser noch - kommen sie donnerstags um 15 Uhr einfach mal vorbei.

Von Ruth Kohlhoff und Georg Haldenwanger