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Maria KrausFamiliärer Hintergrund: Mein Name ist Maria Kraus, ich wurde 1986 in Köln geboren. Aufgewachsen bin ich erst in einem Dorf in Nordrhein-Westfalen. Als ich 9 Jahre alt war, trennten sich meine Eltern. Dann zog meine Mutter mit uns drei Kindern nach Berlin, erst in den Prenzlauer Berg, dann nach Buch.

Wie ich zur Osterkirche gekommen bin.

Dort hatte ich auch mit meinem Freund zusammen eine erste eigene Wohnung, als meine Mutter beschloss, in den Wedding zu ziehen. Ihr gefiel es in der Kiautschoustraße so gut, dass sie meinen Freund und mich ansteckte, auch dorthin zu ziehen.

Da begegnete ich zum ersten Mal der Osterkirche – ja, eigentlich der Kirche. Trotz Taufe (weil man das eben so macht) bin ich nämlich ganz unreligiös und mit Vorurteilen gegenüber der Kirche aufgewachsen.

 

 

Zu dieser Zeit hatte ich die ZEIT abonniert und mit ihr die Beilage Chrismon. Das Magazin hat mich beeindruckt, und ich vermutete: Christen sind interessanter als gedacht. Neugierig besuchte ich ein paar Mal den Gottesdienst.

Ich kann nicht sagen, was es genau war, was mich immer wieder hingezogen hat in dieses alte Bauwerk. Vielleicht eine Berührung des Heiligen Geists?

Wie entstand meine Bindung an die Osterkirchengemeinde?

Relativ schnell war ich regelmäßig beim Hauskreis junger Erwachsener. Eine wunderschöne Erfahrung, bei der ich fast neidisch war auf alle, die schon seit ihren Konfirmationsfreizeiten viele Lieder auswendig konnten.

Nicht die Lieder, sondern ein allgemeines Basiswissen wollte ich erlangen, als ich Pfarrer Glatter fragte, ob er mich konfirmieren könne. Bei dem Unterricht kam mir vieles bekannt vor, dabei hatte ich nie Religionsunterricht. Ich erinnerte mich, dass ich mal eine Kinderbibel hatte mit vielen Illustrationen. Als ich meine Mutter nach ihr fragte, sagte sie, sie hätte sie verschenkt. Mittlerweile bin ich nicht mehr traurig darüber, vielleicht kann sie einem anderen Kind als Grundlage dienen, im Konfirmationsunterricht lauter „Ach ja-Erlebnisse" zu haben.

Als man mich fragte, ob ich nicht Kirchdienst machen wollte, sagte ich ja. So konnte ich der Gemeinde, die mich liebenswürdig aufgenommen hat, etwas zurückgeben. Am meisten gefällt mir dabei, die Gottesdienstbesucher zu begrüßen, ihnen vielleicht das erste Lächeln des Tages zu schenken und sie willkommen zu heißen in unserer Kirche.

Bei meinem Amt als Ersatzälteste habe ich viel über die Entscheidungen gelernt, die eine Gemeinde treffen muss, und wie über diese diskutiert wird.

Bei dem jungen Projekt der offenen Kirche saß ich jeden Donnerstag-Vormittag in der Kirche und habe Besucher begrüßt.

Jetzt muss ich leider Abschied nehmen von der Gemeinde. Nach Abschluss meines Medizinstudiums werde ich im Juli eine Assistenzarztstelle in Cottbus antreten. Das ist nicht weit weg, so dass ich von Zeit zu Zeit die Gemeinde, vor allem im Gottesdienst, besuchen kann.

Meine 3 Wünsche an die Osterkirchengemeinde

Ich wünsche der Osterkirchengemeinde viel Kraft, um anstehende Projekte (z.B. notwendige Sanierungsarbeiten) durchführen zu können. Außerdem wünsche ich mehr Menschen die Gelegenheit die Osterkirche zu besuchen und in ihr einen Ruhepunkt zu finden. Ganz besonders am Herzen liegt mir das Projekt offene Kirche – da hoffe ich, dass es mit Freuden weitergeführt wird und die Öffnungszeiten erweitert werden können.

Meine Lieblingsstelle in der Bibel

1. Johannes 4,16 und mein Konfirmationsspruch Matthäus 5, 14.

Ich mag aber auch Palm 23 und das Vaterunser, schon allein deswegen, weil viele Menschen diese kennen. In meinem Beruf kann das manchmal eine kleine gemeinsame Basis sein, um einen Menschen zu stützen, wenn die Medizin an ihre Grenzen stößt.

Ganz besonders gern mag ich aber auch Römer 12, 21. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." - Danach versuche ich zu leben. Für mich bedeutet das auch, nicht viel zu meckern, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Meine Lieblingslieder aus dem Gesangbuch

Das ist unterschiedlich. Oft sitze ich im Gottesdienst und denke: „Ja, das passt jetzt sehr gut." Ich mag gerne „Strahlen brechen viele" (Nr. 268) und zum Ausgang „Bewahre uns Gott" (Nr. 171), weil man davon dann den ganzen restlichen Sonntag einen Ohrwurm hat und damit ein Stück Gottesdienst mit nach Hause nimmt.