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Gemeindegesichter

Gemeindegesichter - dabei handelt es sich um Menschen, die in der Osterkirchengemeinde präsent sind, die sich für die Gemeinde einsetzen, die im Alltag bescheiden und dennoch anspruchsvoll Nächstenliebe und Geschwisterlichkeit leben. Solche Gesichter, solche Menschen, bilden das Fundament der Osterkirchengemeinde. Gemeindegesichter sind "Urgesteine in spe" - mitunter schon lange in der Gemeinde, mitunter auch nur für ein paar Jahre "auf der Durchreise". Dennoch prägen sie die Gemeinde mit - Gründe genug also, um mehr über sie erfahren zu wollen. In solchen Gemeindegesichtern erkennen wir uns wieder - sie können uns Vorbild sein, was Engagement und Präsenz in der Gemeinde anbetrifft.

Wie kamen sie in die Osterkirchengemeinde? Was haben sie erlebt, was hat ihr Leben geprägt? Welche Rolle spielt(e) die Osterkirchengemeinde im Leben dieser "Gemeindegesichter"? Welche Wünsche haben diese Menschen für die Osterkirchengemeinde? Welche Bibelstellen und Lieder im Gesangbuch sind ihnen wichtig - und warum? Wir erfahren hier viel über die Menschen, die wir hier befragt haben - und als Gemeinde wird uns bewusst, wie wichtig die Kirchengemeinde diesen Menschen war oder noch ist.

Maria KrausFamiliärer Hintergrund: Mein Name ist Maria Kraus, ich wurde 1986 in Köln geboren. Aufgewachsen bin ich erst in einem Dorf in Nordrhein-Westfalen. Als ich 9 Jahre alt war, trennten sich meine Eltern. Dann zog meine Mutter mit uns drei Kindern nach Berlin, erst in den Prenzlauer Berg, dann nach Buch.

Wie ich zur Osterkirche gekommen bin.

Dort hatte ich auch mit meinem Freund zusammen eine erste eigene Wohnung, als meine Mutter beschloss, in den Wedding zu ziehen. Ihr gefiel es in der Kiautschoustraße so gut, dass sie meinen Freund und mich ansteckte, auch dorthin zu ziehen.

Da begegnete ich zum ersten Mal der Osterkirche – ja, eigentlich der Kirche. Trotz Taufe (weil man das eben so macht) bin ich nämlich ganz unreligiös und mit Vorurteilen gegenüber der Kirche aufgewachsen.

 

 

Georg ClausenWer ich bin: Mein Name ist Georg Clausen. Ich wurde am 24. Oktober 1934 buchstäblich auf dem Deich, in Neugalmsbüll, geboren, das liegt an der Westküste Schleswig-Holsteins unweit der Grenze zu Dänemark.

Meine Familie: Mein Vater war Schmied, und meine Mutter hatte Putzmacherin gelernt – das sind die, die Hüte anfertigen. Das Haus – die Schmiede -, in dem ich geboren wurde und aufwuchs, steht heute noch. Meine Cousine wohnt dort.

Mein Vater war seit 1939 bei der Wehrmacht. 1940 zog die kleine Familie vom flachen Land in die Großstadt um – nach Hamburg. Dort lebten wir bis 1943. Im Juli 1943 wurden wir in kurzer Zeit drei Mal ausgebombt. Das waren schreckliche Erlebnisse, darüber möchte ich heue eigentlich nicht mehr sprechen. Wir zogen deshalb im Sommer 1943 nach Rendsburg zu meinem Onkel, der dort eine Bäckerei und Konditorei betrieb. Dort konnten wir wohnen.