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Der Haken an der Kirchentür und der Haken mit der Effizienz

 

Als sie an dem kleinen Supermarkt vorbeiging, sah sie ihn drinnen an der Kasse stehen. Sie ging kurz rein in den Laden und rief ihm zu:

„Toll, dass das jetzt endlich geklappt hat!“. Verdutzt schaute er sie an. „Was meinst Du?

 

„Na, das mit dem Haken. Hab‘ eben gerade gesehen, wie der Pfarrer ihn an der Kirchentür angebracht hat.“ „Oh, das ist ja toll. Hab‘ gar nicht mit ihm geredet. Da muss er selbst drauf gekommen sein.“

 

„Ja, vielleicht ist ihm so ein Haken auch wie Manna vom Himmel in die Arme gefallen. Ist ja auch egal – Hauptsache, dass der blöde weiße Strick jetzt endlich weg ist.“

 

„Wo ich Dich gerade sehe. Noch etwas anderes. Hab‘ mit einem von den Wichtigen geredet. Das mit den Baumaßnahmen wird doch immer komplizierter. Jetzt haben sie auch noch Schwamm im Mauerwerk entdeckt. Der muss jetzt erst einmal saniert werden.“

 

„Was heißt das konkret?“ „Na, dass die Baustelle so lange ruht. Sie haben sie, wie der Wichtige sagt, winterfest gemacht. Könnte bedeuten, dass es erst im Frühjahr weitergeht.“

„Oh, die arme Kirche. Was muss die alles aushalten. Aber heißt dass, das jetzt das Gerüst den ganzen Winter nutzlos rumsteht und Geld kostet - mein Geld, meine Kirchensteuern werden da für das nutzlose Rumstehen verpulvert. Müsste jetzt eigentlich darüber nachdenken, aus der Kirche auszutreten. Haben da Deine Wichtigen gar kein Verantwortungsgefühl?“

 

„Doch, doch, die lassen jetzt prüfen, ob es nicht günstiger ist, das Gerüst abzubauen und dann im Frühjahr wieder aufzubauen.“

 

„Gott sei Dank. Sag‘ mal Bescheid, wenn Du gehört hast, wie es da weiter geht. Die Kirche kann einem ja nur leidtun. Aber das ist wie bei den Menschen, wenn man nicht regelmäßig zur Vorsorge geht, dann passiert so was. Wir sind eben wirklich eher eine Reparaturgesellschaft als eine Vorsorgegesellschaft. Lieber sparen wir solange wie’s geht. Wenn es dann nicht mehr geht, pumpen wir die eingesparten Vorsorgekosten und noch viel mehr in die Reparaturen. Das nennt man dann verantwortungsvolles Wirtschaften oder auch Effizienz!“

 

„Ach komm sei nicht so bös. Mach’s gut. Bis zum nächsten Mal.“

„Tschüss, hoffentlich dann mit schöneren Nachrichten…..“